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26. April 2014
„Für gute Renten – heute und in Zukunft!“

Die Bundesregierung hat ein Gesetz über „Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung“ vorgelegt. Zentrale Ursachen sinkender Renten und zunehmender Altersarmut werden darin nicht angegangen: das deutlich fallende Rentenniveau und das steigende Renteneintrittsalter für Alle. Die Bekämpfung der Altersarmut wird durch die falsche Beitragsfinanzierung der sogenannten „Mütterrente“ auf Jahre hinaus unmöglich.

SPD widmen sich Teilbaustellen, während die Gesamtarchitektur des Rentensystems ins Wanken gerät. Ich  schlage vor:

• Das Rentenniveau wird von derzeit knapp 48 Prozent wieder auf 53 Prozent (wie im Jahr 2000) angehoben und dauerhaft stabilisiert.

• Die Rente erst ab 67 wird zurückgenommen. Ohne Wenn und Aber! Alle Versicherten können wieder spätestens ab 65 abschlagsfrei in Rente gehen.

• Für diejenigen, die lange gearbeitet haben und jene, die nicht mehr können, müssen flexible Übergänge geschaffen werden. Versicherte mit 40 Beitragsjahren sollen ab 60 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Altersteilzeit muss gefördert werden und der Zugang zu Erwerbsminderungsrenten muss erleichtert werden.

• Die Erziehungsarbeit für vor und nach 1992 geborene Kinder („Mütterrente“) muss in Ost und West in gleicher Weise mit 3 Entgeltpunkten pro Kind (2013 knapp 86 Euro) aus Steuermitteln anerkannt werden.

Wir brauchen endlich eine grundlegende Rentenreform! Die gesetzliche Rente muss vor Altersarmut schützen und wieder den Lebensstandard sichern. Für ein würdevolles Leben im Alter!




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