16. August 2011
NOZ Zeitungsartikel: Ein Kandidat mit „Kümmererprofil“

Quakenbrück. Im TV im Wohnzimmer treibt Spongebob sein Unwesen, im Garten wachsen die Zucchini, im Keller wird an einem Schreibtisch Politik gemacht. Mittendrin Andreas Maurer, 41 Jahre alt, verheiratet, fünf Kinder. Weißes Hemd, schwarze Hose, rote Krawatte. Er bereitet sich auf ein Interview vor. Eine gute Gelegenheit für ihn, um zu erklären, warum er Landrat werden möchte.

Andreas Maurer ist ein weit gereister Mann – geografisch betrachtet und auch politisch. Geboren in Karaganda in der ehemaligen Sowjetunion, zog er als 18-Jähriger mit seiner Familie zunächst nach Freiburg, dann nach Pforzheim, Nortrup, Badbergen und schließlich nach Quakenbrück. Dort hat er 2005 ein Haus am Sportplatz gekauft, dort hat er seine neue Heimat gefunden. Auch politisch fühlt sich Andreas Maurer inzwischen angekommen. Zuerst wählte er die CDU und engagierte sich für die Partei im Badberger und Quakenbrücker Rat. Dann seien ihm die Christdemokraten fremd geworden, sagt Andreas Maurer. Es folgte ein Gastspiel für eine unabhängige Wählergemeinschaft, dann der Schritt zu den Linken. Für die ist er bereits 2008 als Landtagskandidat angetreten. Damals holte er das beste Ergebnis für die Partei im Landkreis und hätte fast einen Sitz in Hannover ergattert. Nur wenige Stimmen fehlten.

 

In den Landtag wäre ein Mann eingezogen, der die Bibel den wichtigsten Gegenstand in seinem Haus nennt, der hartnäckig Positionen vertritt und dem von Freunden ein ausgesprochenes „Kümmererprofil“ nachgesagt wird. So ist Andreas Maurer Mitglied im Arbeitskreis „Integration“ im Landkreis, er hält als Vorsitzender des Vereins „Freundschaft Artland“ regelmäßig Sprechstunden für bedürftige Menschen ab, er ist Leiter der Beratungsstelle in der Baptistengemeinde, er ist Mitglied im Bezirksvorstand der Gewerkschaft Verdi. Und natürlich hat er Mandate im Rat der Samtgemeinde Artland und im Stadtrat Quakenbrück. Mehr geht fast nicht. Als Postbote – „siebenmal von Hunden gebissen“ –ist er nur noch in Teilzeit unterwegs.

 

Gleichwohl „kümmert“ sich Andreas Maurer nun auch für die Linken um die Landratskandidatur. „Fünf Prozent plus x“ will er holen. Dafür legt er sich mächtig ins Zeug. Der Zelturlaub am Lago Maggiore muss ausfallen. Die Gartenarbeit bleibt liegen. Auch für die geliebten indischen Filme bleibt kaum Zeit. Stattdessen macht er sich mit dem Süden des Landkreises Osnabrück vertraut. „Ich muss schon aufpassen, dass ich nicht zu sehr die Artland-Brille aufhabe“, sagt Andreas Maurer. Auch sonst spüre er durchaus die Last und die Verantwortung, die mit der Bewerbung um das Amt des Landrats einhergehe.

Sagt es und erklärt, warum er als Landratskandidat antritt und die Linke mehr politischen Einfluss haben müsse. Er wolle sich für „gläserne Rathäuser“ einsetzen. Er wolle, dass die Integrierten Gesamtschulen (IGS) das bisherige dreigliedrige Schulsystem in Niedersachsen ablösten. Er wolle einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Und natürlich fordert Andreas Maurer als Linker, den sozial Benachteiligten im Landkreis wieder mehr Gehör zu schenken.

Das sind einige Themen auf seiner politischen Agenda. Nachzulesen sind sie auch im 16 Seiten starken Wahlkampfheft und auf der Internetseite des Quakenbrückers (www.andreasmaurer.de). Geduldiges Papier. Dem 41-Jährigen gelingt es aber durchaus, den abstrakten Forderungen und Positionen konkretes Leben einzuhauchen. Er verbindet die Anliegen seiner Partei gern mit seinen persönlichen Erfahrungen, verweist auf die Aktivitäten für die „Ausgegrenzten“ oder nimmt Bezug zu seinem Glauben. Linke hin, Linke her. Es gehe um die richtige Politik für die Menschen, sagt Andreas Maurer, der „Kümmerer“.

Dass Themen mal ganz vorne auf der politischen Agenda stehen, aber mal wieder auf die hinteren Plätze rücken können, lässt sich unterdessen an einem Plakat ablesen, dass bei Andreas Maurer im Gartenschuppen ein bescheidenes Dasein führt. „Mindestlohn gerade jetzt“ steht auf dem Zeugnis vergangener Wahlschlachten.

So ist die Politik. Und mittendrin Andreas Maurer. Dass er sich seinen jeweiligen Lebenswelten anpassen kann, hat er mehr als einmal bewiesen. In Karaganda, in Freiburg oder in Quakenbrück. Im Beruf, in der Politik. Aber es gibt auch viele Konstanten, die alle Zeitenwenden überdauert haben: Da ist besonders sein Engagement für behinderte Menschen und für die „Deutschen aus Russland“. So nennt Andreas Maurer die Bürger, die aus seinem Geburtsort oder von anderswo nach Deutschland gekommen sind. Und so nennt er sich auch selbst am liebsten. Ein „Deutscher aus Russland“ sei er, betont Andreas Maurer noch einmal. Und der will nun die Politik im Landkreis verändern.

 

Quelle: http://www.noz.de/lokales/56441838/ein-kandidat-mit-kuemmererprofil

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 25. Mai 2014 findet in der Samtgemeinde Artland die Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters statt. Ich sehe diese Wahl als Chance, mehr für die Menschen im Artland erreichen zu können,als dies bisher geschehen ist.

Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich mir nach 15 Jahrenpolitischer Arbeit in unserer Region in den verschiedensten Funktionen diese Aufgabe zutraue.Leider fehlen mir die Mittel für einen finanzstarken Wahlkampf, wie ihn anderen Kandidat/Innen haben. Ich bin aber der Überzeugung, dass es hier nicht auf den Geldbeutel ankommt, sondern auf politische Inhalte und die Menschen, die mich unterstützen.

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